Gedanken zum Welttierschutztag

Heute ist WELTTIERSCHUTZTAG. Aus diesem Grund möchte ich ein paar Worte zum Tierschutz schreiben.

Bei Tierschutz denken die meisten Menschen sofort an die Rettung von Tieren aus dem Ausland, sei es Pferd, Hund oder auch Katze. Oft wird hier in (manchmal auch nur vermeintlich) letzter Sekunde vor der Schlachtung gerettet. 
Wird ein Tier gesucht, dann kommt oft der Zusatz „aber kein Rassetier“ oder „nicht vom Züchter“. 
Tierschutz funktioniert in unserer Gesellschaft am besten, wenn dabei ein konkretes Tier gerettet werden kann. Das läuft mittlerweile sogar darauf hinaus dass mit Schlachtpferden und auch Tötungshunden geradezu ein Geschäft entstanden ist. Dabei werden z.B. billige (oftmals auch kranke) Pferde gekauft um sie dann unter Androhung von Schlachtung zu einem deutlich höheren Preis zu verkaufen. 

Leider finden Organisationen (* siehe auch Facebooklink am Ende des Beirags), die Tierschutz vor Ort betreiben, Kastrationsprojekte betreuen, Tierärzte vor Ort finanzieren oder auch Aufklärung betreiben und so die Situation für die Tiere vor Ort verbessern, teilweise zu wenig zahlungwillige Unterstützer. Jene, die Tiere aus diesen Regionen zu uns holen, finden auf der anderen Seite meist willige Spender oder Menschen, die solche Tiere dann übernehmen, wenn der Retter doch nicht dauerhaft für die Unterbringung und Versorgung sorgen kann. 

Viele Tiere aus dem Ausland sind in unserer Umgebung völlig überfordert, laufen davon oder landen erst recht wieder im Tierheim, weil die Halter mit den Tieren selbst oder oder mit den Folgekosten für Tierarzt und Therapie der oftmals psychisch und physisch in schlechtem Zustand befindlichen Tiere. Wenn man Tiere retten möchte, dann sollte man auch etwas weiter denken, als an die aktuelle Rettung an sich. Wenn man ein Tier zu sich nimmt, dann übernimmt man die Verantwortung – und die ist nun mal auch mit einer finanziellen Belastung verbunden. 

Tierschutz ist einfach mehr als die Rettung einzelner Tiere und nicht jedes Tier, das im Ausland um Futter bettelt, ist arm und vernachlässigt. Und hat manchmal sogar tatsächlich einen Besitzer. 
Dazu möchte ich übrigens noch eine kurze Geschichte hier aus Österreich einfügen. Urlauber haben trotz Hinweis, dass die Katze zum Hof gehört (war dort eine ganz normale Hauskatze mit Freigang) diese Katze einfach mitgenommen. Weil man Bauernhofkatzen ja grundsätzlich retten muss und die eh niemandem gehören. Das ist kein Tierschutz, das ist Diebstahl…

Tierschutz ist gut und wichtig und muss unterstützt werden, aber Tierschutz sollte wirklich im Sinne der Tiere sein. Diese Art von Tierschutz lässt sich nur leider manchmal nicht so gut in den sozialen Medien darstellen und ist oft viel unauffälliger als die Rettung einzelner Tiere. 

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Equiwent Hilfe: Schmiede ohne Grenzen e.V. internationale Pferdehilfe (zum Thema Adoption von Pferden aus Rumänien)

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